Wohnen und Verkehr

Entwurf

Dsc04746

Parkhaus Edelhöfe

In den vergangenen Jahren haben wir neue Baugebiete in Helmstedt erschlossen: zum einen das Baugebiet Ziegelberg in Helmstedt, zum anderen zusätzliche Flächen in unseren Ortsteilen Emmerstedt und Barmke. Das war nötig, um Familien die Möglichkeit zu bieten, zu moderaten Preisen in Helmstedt zu bauen und hier ihre Heimat zu finden.

In Zukunft werden wir in der Stadtentwicklung neue Aufgaben zu beachten haben: Neben dem weiteren Werben um junge Familien müssen wir uns verstärkt auf den spürbaren demographischen Wandel einstellen. Immer mehr ältere Menschen wollen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen, das ihren Möglichkeiten angepasst ist. Deshalb erscheint die Ausweisung weiterer Baugebiete in der nahen Zukunft als wenig sinnvoll; denn Grund und Boden werden immer knapper und wir müssen sparsam damit umgehen.

Deshalb werden wir uns in Zukunft verstärkt darum bemühen, die vielen vorhandenen Baulücken im Stadtgebiet zur Bebauung freizugeben. Dies allerdings mit zwei Einschränkungen: Die Zustimmung der Anlieger ist erforderlich und Parks und Grünflächen müssen erhalten bleiben.

Denn unsere Parks und Grünflächen tragen ganz wesentlich zur Lebensqualität bei. Wir werden versuchen, einzelne Grünflächenbereiche durch Sponsoring noch attraktiver zu gestalten.

Die Sanierung der nordöstlichen Innenstadt hat große Erfolge erbracht. Auch im Sanierungsgebiet St. Stephani / Holzberg müssen wir in Zusammenarbeit mit den betroffenen Eigentümern die Stadtentwicklung weiter vorantreiben.

Da sich im Bereich Edelhöfe die bisherigen Bemühungen um eine überzeugende Handelsinvestition zerschlagen haben, werden wir dort eine attraktive Wohnbebauung für Menschen, die gern in der Innenstadt wohnen (Single-Eigentumswohnungen, interessante Stadtwohnungen mit kleinen Gärten), aber auch generationsübergreifende Lösungen realisieren. Denkbar ist auch die Ansiedlung einer gehobenen Gastronomie (Erlebnis-Gaststätte / Brauhaus) mit einer großzügigen Grünfläche.

Entscheidend für die Innenstadt ist auch die Arbeit der Denkmalpflege, die zusammen mit den Mitteln aus der Denkmalstiftung unserer Stadt finanzielle Hilfe bei Aktivitäten an Denkmalen und historischen Gebäuden mit Erfolg leistet. Diese Denkmalpflege ist absolut unverzichtbar, doch sie muss mit Augenmaß erfolgen und sich am Machbaren orientieren. Mit der Dokumentation über die „Sorgenkinder“ in unserer Altstadt hat die SPD den Handlungsbedarf aufgezeigt. Wir wollen die historischen Gebäude, die die Helmstedter Innenstadt maßgeblich prägen, erhalten. Eine Kombination der Denkmalförderung mit dem RTB (siehe Wirtschaftsförderung durch die Stadt) könnte dabei ein Weg sein, um Investoren zu finden und zu unterstützen.
 

 

Deshalb:

  • sollen Sanierungswillige mit Beratung und finanziellen Zuschüssen unterstützt werden.
  • sollen die Vorgaben der Denkmalpflege den Erhalt des historischen Stadtkerns sichern
  • sollen Spielräume genutzt werden, um die Baudenkmäler mit vertretbarem finanziellen Aufwand an heutige Anforderungen anzupassen;
  • soll die Verwahrlosung von Grundstücken gestoppt werden und Ordnungsmaßnahmen verhängt werden können, wenn Investoren aus spekulativen Gründen Häuser untätig verfallen lassen;
  • soll die auf Initiative der SPD gegründete Helmstedter Stiftung Denkmalschutz weiter unterstützt und weitere Sponsoren geworben werden;
  • sollen Stadtmauer und Wallanlagen erhalten werden;
  • soll ein Stadtentwicklungskonzept Antworten auf zunehmenden Leerstand finden
  • soll ein „Ombudsmann“ bei unterschiedlichen Vorstellungen von Eigentümer und städtischer Denkmalpflege vermitteln (z. B. ein Vertreter der „Bürger-Aktion Alt –Helmstedt“)
Dsc01244
Helmstedter Altstadt

Wir wollen den Radverkehr weiter fördern. Dies nicht allein aus ökologischen Gründen, sondern weil wir auf die Bedürfnisse von Kindern und Älteren, die besonders auf das Fahrrad angewiesen sind, Rücksicht nehmen wollen. Es geht uns dabei um kurze, sichere Verbindungen in der Innenstadt, aber auch von außen in die Innenstadt.

Das Kopfsteinpflaster (z. B. auf dem Papenberg) ist eine Missachtung der Belange Älterer, Gehbehinderter und Radfahrer. Eine solche Pflasterung darf es in unserer Stadt in Zukunft nicht mehr geben.

Der Zustand unserer Straßen hat sich in den letzten beiden Wintern erheblich verschlechtert und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen werden erhebliche Mittel kosten. 

Für uns gilt:

  • Die betroffenen Bürger müssen frühzeitig über bevorstehende Maßnahmen unterrichtet und bei Entscheidungen über den Umfang der Sanierung einbezogen werden.
  • Die Vernachlässigung der Erhaltung einer Straße darf nicht zu Lasten der Bürger gehen. Die Stadt Helmstedt muss ein effizientes Straßenerhaltungsmanagement einrichten, um die Lebensdauer von Straßen zu verbessern und deren Substanz zu erhalten. Die Nachweispflicht der ordentlichen Unterhaltung einer Straße obliegt der Stadt.
  • Es ist zu prüfen, inwieweit die ADAC-Forderung nach wiederkehrenden Beiträgen eine geringere finanzielle Belastung für den Bürger darstellt als ein einmaliger Ausbaubeitrag. (Die Kosten für alle beitragspflichtigen Maßnahmen innerhalb eines Abrechnungsgebietes werden zusammengefasst und auf alle Grundstücke umgelegt).

Gemeinsam mit den Anliegern ist auch zu prüfen, ob die Straßenreinigung (ausgenommen: Winterdienst) auf den Nebenstraßen von den Bürgern übernommen werden kann. Dies würde bei den Betroffenen zu einer deutlichen Kosteneinsparung führen.

Im Zuge der Breitbandinitiative des Landkreises Helmstedt konnte für die Stadt Helmstedt wenig getan werden, weil die Versorgung bei uns meist über dem als förderwürdig angesehen Minimum liegt. Schnell kann es aber in diesem Bereich geschehen, dass man ins Hintertreffen gerät, wenn nicht an die Zukunft gedacht wird. Wenn daher in neuerschlossenen Baugebieten die Verlegung von Leerrohren aus Kostengründen nicht durchgeführt wird, so kann dies nicht nur für die Bauherren bald ärgerlich werden, sondern zeigt, dass der Standortfaktor Breitband nicht den ihm gebührenden Stellenwert einnimmt.

Dies wollen wir ändern.

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