4. Unsere Innenstadt erhalten und mit Leben erfüllen

Entwurf

Dsc02836

Neumärker Straße

Eine Reihe von Geschäftsaufgaben ( so z. B. die Firma Gerlach) hat gezeigt, dass trotz großer Bemühungen von Rat, Verwaltung, Handel und der Werbegemeinschaft „Helmstedt aktuell“ eine Neubelebung der Innenstadt noch nicht wirksam stattgefunden hat. Wir glauben jedoch, dass durch koordinierte und konzentrierte Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen eine nachhaltige Neubelebung unserer Innenstadt erfolgen kann. Dazu gehört neben dem Projekt „Kaufhaus Innenstadt“ das Bemühen, das Wohnen in der Innenstadt neben Senioren auch attraktiv für junge Paare und Familien zu machen.

Absolut vordringlich ist, dass das isolierte Nebeneinander im Handel (und auch der Gastronomie) unbedingt durch ein gemeinsames Miteinander in Form von einem „Kaufhaus Innenstadt“ abgelöst werden muss. „Kaufhaus Innenstadt“ bedeutet, ein Marketingkonzept in die Tat umzusetzen, das dieses gemeinsame Miteinander von Handel und Gastronomie in der Innenstadt organisiert. Nur so wird der Handel in der Innenstadt eine Chance haben, sich gegen die „grüne Wiese“ und die Einkaufszentren in Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg durchzusetzen. Dieses Miteinander in einem „Kaufhaus Innenstadt“ kommt nicht von selbst, es muss gegen widerstrebende und nicht immer einsichtige Interessen durchgesetzt werden.

„Bausteine“ für unser „Kaufhaus Innenstadt“ sind:

 
  • Ein „Kaufhaus-Manager“ soll diesen Prozess des Miteinander durch persönliche Ansprache und „Fußarbeit“ organisieren und koordinieren; auf Honorarbasis in der Anlaufphase; danach selbsttragend durch Handel und Gastronomie
  • Der zukünftige Bürgermeister muss das Gespräch mit Vermietern der 1a und 1b-Lagen suchen. Ziel: Reduzierung der Mieten, um Neueröffnungen eine Chance zu geben (insbesondere bei Leerständen), dann kann die Miete wieder steigen
  • Einführung einer Park-Card (Mit dem Kauf einer solchen Park-Card erwirbt man sich das Recht, für einen bestimmten Zeitraum, z. B. von drei Monaten, auf gebührenpflichtigen Parkplätzen innerhalb der vorgegebenen Parkdauer zu parken.)
  • Weiterlaufen der erfolgreichen Aktionen von „Ab in die Mitte“ (z.B. gemeinsame Events, bei denen die Einzelhändler die Hauptrolle spielen / sich präsentieren: Kaffee und Kuchen in Geschäften mit Kaffeehausmusik; Bürgeressen unter Beteiligung des Rates)
  • Verlässliche, gemeinsame Öffnungszeiten
  • Thematisierung der Universitätsgeschichte, „inszenierte“ Stadtführungen
  • „Speaker’s Corner“ (und/oder auch poetry slam) in Neumärker oder auf dem Marktplatz
  • Angebot der Woche / Angebot des Monats
  • Verkehrsversuch einer Umkehrung der Magdeburger Straße, um den Verkehr aus Richtung Osten auf direktem Weg in die Innenstadt zu führen
  • Werbemöglichkeit in der Innenstadt (elektronische Litfasssäule)
  • Werberaum (in Leerstand) für Märkte und ebenso Werbemöglichkeit für „Kaufhaus Innenstadt“ in Märkten; Ausstellungsmöglichkeit für Helmstedter Künstler in Schaufenstern von Leerständen
  • Prospektbeilage in Zeitung in regelmäßigen Abständen mit Info über Angebote, Kultur und Gastronomie
  • Einbeziehung der Gastronomie in Konzept (verlangt Kooperation der Gastronomen)
  • Jedes Kaufhaus braucht Toiletten: Wenn die beiden öffentlichen Toiletten am Markt und auf dem Holzberg geschlossen sind, sollten die Kunden die Möglichkeit erhalten, Restaurants und Cafes zum Toilettenbesuch aufsuchen zu dürfen. Damit können die entsprechenden Betriebe auch offensiv werben (Kundenservice, kundenfreundlich). In diesem Zusammenhang muss ebenfalls daran gedacht werden, auch Behinderten einen Toilettenbesuch zu ermöglichen.
  • verstärkte Einbindung der Passage (darf kein isoliertes Eigenleben führen; schädlich für Passage und Innenstadt)
  • regelmäßige Themenwochen (Handel, Kultur, Gastronomie)
  • Intensivierung der regionalen Werbung
  • Einbindung in Konzept „Helmstedt - Stadt der deutschen Einheit“ mit entsprechenden Hinweisen (Fotos, Texte, Denkmal) auf markante Plätze und Ereignisse (Trabbi-Invasion; Käufer-Ansturm; Geldtransport in Plastiktüte; Verknüpfung mit Museen und Tourismus-Projekten; z.B. „Grenzgänge“ im Lappwald)
  • größtmögliche Angebotsfläche durch Edeka auf Braunschweiger Tor
  • Edelhöfe: Erlebnis-Gaststätte und Wohnen, falls keine überzeugende Handels-Investition möglich
  • Schließfächer; Regenschirmverleih
  • Jeweils am ersten Samstag im Monat regelmäßige Stadtrallyes für Familien / Kinder (Start mit dem „Abblasen der Woche“ durch den Hausmann am Hausmannsturm, Sa; 12.00 Uhr). Preise gestiftet von Geschäften der Innenstadt
  • Gemeinsamer Bringdienst der Geschäfte in der Innenstadt, z. B. für Senioren
  • Im Winter: Schneemannbau-Wettbewerb; oder: gemeinsam einen Riesen-Schneemann bauen
  • Verlegung des Wochenmarktes auf den Marktplatz (zunächst versuchsweise)
  • Einkaufsführer (durch „Helmstedt aktuell“)
  • Fortsetzung und Verstärkung der Sanierungsbemühungen, insbesondere in den Bereichen Papenberg und Schuhstraße/Kybitzstraße (für Wohnen, Handel und Dienstleistungen)
  • Unterstützung der ausgezeichneten Bemühungen des „Forum Kybitzstraße-Schuhstraße e.V. mit dem Ziel, durch Öffnung des gesamten Quartiers und der Erschließung der Innenhöfe als „Oasen der Ruhe“ das Wohnen in der Innenstadt nachhaltig attraktiver zu machen.
Verfügbare Downloads Format Größe
Park-Card DOC 466 KB

Der geplante Bau eines Fabrikverkaufszentrums an der Emmerstedter Straße hat den Druck auf alle Beteiligten erhöht, u. a. mit diesen „Bausteinen“ möglichst zügig und effektiv den „Bau“ eines „Kaufhauses Innenstadt“ zu realisieren. Nach dem Scheitern dieser Pläne wird es die SPD nicht zulassen, dass die Investoren an diesem Standort z. B. durch den Bau eines großen Einkaufszentrums zum Erfolg kommen werden. Eine „zweite Innenstadt“ darf es nicht geben. 

07270006
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